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Merk Dir das!
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Montag, 9. November 2009

Im Fall der Mauer

Irgendwie fühlt sich dieser heutige Tag an wie Sylvester. Alle warten auf die letzte Sekunde des Jahres. Auf den großen Knall. Ein neues Jahr wird kommen. Ein neues Jahr? Ach was, ein neues Leben!

Hat auch was von Weihnachten, dieser graue Novembertag. Besonders in Berlin. Warten auf das Christkind. Warten auf Schabowski.

Vor 20 Jahren gegen 19.00 Uhr stammelte der SED-Funktionär vor versammelter Weltpresse die frohe Kunde des Politbüros: "das tritt nach meiner Kenntnis... ist das sofort... unverzüglich ... dürfen DDR-Bürger ständig ausreisen ..." Und nicht nur ausreissen!

Vor 20 Jahren gegen Mittag hätte der Fotograf diesen Schuss wohl noch mit seinem Leben bezahlt. Von wegen Republikflucht.

Im Fall der Mauer | mY bloG
Die Berliner Mauer ist zum Bauschutt der Geschichte geworden. Und diese Geschichte soll am heutigen Abend am Brandenburger Tor nacherzählt werden: Vom ZDF und mit 1.000 Dominosteinen auf dem Fest der Freiheit.

Im Fall der Mauer | mY bloG

Fotos: Seiner selbst

Auf einer Strecke von 1,5 Kilometern stehen die 2,50 Meter hohen Styroporplatten zwischen Potsdamer Platz und Reichstag. Sie sollen am Abend ab 19.00 Uhr (wegen Schabowskis Zettel) symbolisch in einer Kettenreaktion den Fall der Mauer symbolisieren.

Ein Symbol, das die Welt bewegte.

Freitag, 6. November 2009

Invasion der Kängurus

Die 203 Einwohner des staubigen australischen Wüstenkaffs Thargomindah, werden von Hunderten streunender Kängurus heimgesucht. Hunger und Durst treibt die scheuen Beuteltiere in die menschliche Zivilisation.


Größere Kartenansicht

1.100 Kilometer westlich des Pazifischen Ozeans herrscht extreme Trockenheit. Das sei die schlimmste Dürre seit 50 Jahren, berichten die Einwohner. Monatelang hat es hier nicht mehr geregnet.

Aber nicht nur Kängurus oder Emus leiden unter den Wetterbedingungen, auch die Farmer mussten schon ihren Viehbestand aufgrund der Nahrungsknappheit reduzieren.

Diese Not der Tiere bringt Scott Fraser auf eine makabere Idee: "Du kannst jetzt locker 700 Kängurus in der Nacht abknallen!"


Ganz schön durchgeknallt, Kumpel.

Donnerstag, 5. November 2009

Brandenburg, ein Biberland

Wer nagt so frech an Pappel und Weide?
Es ist der Biber mit seiner Schneide.
Er säbelt flink und bald ist's vollbracht,
wenn der Riese wuchtig in das Wasser kracht.

"Biber fällen die Bäume, um an die jungen Zweige und Äste in der Krone zu gelangen", erklärt Antje Reetz vom Bibermanagement des Gewässer- und Deichverbandes Oderbruch (GEDO).

Für diesen Stamm braucht das Nagetier - je nach Alter - etwa zwei bis sieben Tage bzw. Nächte.

Brandenburg, ein Biberland | mY bloG
Weide, Espe, Pappel, Esche, Ulme sowie Eiche stehen bei den Nagern ganz oben auf dem Speiseplan. Ihr Nahrungsspektrum ist aber sehr individuell, und so gibt es gar reine Nadelholzspezialisten.

"Im Winter werden die Bäume schneller gefällt als im Sommer", sagt die Bibermanagerin. Da die Tiere unter Zeitdruck sind und "um mit möglichst wenig Energieverbrauch in kurzer Zeit an Nahrung zu kommen". Dann fällen die Biber auch dickere Bäume.

Und wer den Schaden hat ... ? "Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Ausgleich", konstatiert Antje Reetz. Diese Art von Schäden sind im Interesse des Allgemeinwohls ausgleichslos zu akzeptieren.

Brandenburg, ein Biberland | mY bloG

Fotos: Seiner selbst

Ende des 19. Jahrhunderts war der ursprünglich in ganz Europa beheimatete Biber fast ausgerottet. Aber mit Beginn des 20. Jahrhunderts konnte sich der Elbebiber zwischen Oder und Havel wieder ausbreiten.

Die Naturschutzstation Zippelsförde des Landesumweltamtes hat bei ihrer letzten Bestandsaufnahme etwa 2.200 Exemplare in Brandenburg gezählt.

Das ist zirka ein Drittel des Weltbestandes!

Mittwoch, 4. November 2009

Hilfe, mein PC hat Schweinegrippe!

Eine digitale Pandemie: Millionen Patienten von Dr. Kleinweich fühlen sich schlapp, abgeschlagen und fiebernd, oder sind gar an einer lebensbedrohlichen Infektion erkrankt.

Zu dieser Diagnose kommt das 7. Microsoft Bulletin zur IT-Sicherheit, für das der Software-Hersteller weltweit Daten von vielen Millionen Computern bzw. aus den am "intensivsten genutzten Internet-Onlinediensten" gesammelt hat.

Und mit diesen Informationen zeichnet Microsoft eine bunte Weltkarte vom Verbreitungsgebiet maliziöser Software. Demnach sind in Zentralafrika, in Serbien und in der Türkei die Infektionsraten der Computer am höchsten.

Quelle: Microsoft

In den USA, Großbritannien, Frankreich und Italien stellen Trojaner die größte Bedrohung für Windows-Nutzer dar. In Brasilien sind auf Online-Banking abgezielte Malware weit verbreitet, und in Spanien sowie Korea treten am häufigsten Würmer auf.

Hilfe! Mein PC hat Schweinegrippe | mY bloG
Sana - Fotolia.com

Mancher Apple-User mag angesichts der gefährlichen Windows-Welt hämisch feixen. Aber war es nicht ein Biss in den Apfel, der die ersten Nutzer aus dem Paradies bugsierte?

Dienstag, 3. November 2009

Anruf aus dem Jenseits

Das Rotlicht auf dem Anrufbeantworter blinkt wie toll. "Sie haben eine neue Nachricht!" Toll! "Nachricht eins, heute 13:22 Uhr".

Mein Name ist Lisa. Und mein Name ist Rosa. Wir sind die Lichtschwestern der Wahrsagung. Wir sind auf der Suche nach hundert Personen, denen wir behilflich sein können, aufgrund unserer Hellsichtigkeit.

Aber wenn Ihr hellsichtig seid, warum ruft Ihr mich an und quatscht auf den AB?

Ja, Sie wurden auserwählt. Und wir möchten Ihnen unsere Hilfe anbieten, bei Ihren finanziellen oder familiären wie auch sentimentalen Sorgen.

Der verschachtelte Satzbau der Automatenstimmen wurde wohl mit einem Übersetzungsprogramm generiert, und der Anruf kam angeblich aus Frankreich: 0033 89 2000000.

Meine Schwester und ich haben schon vielen Personen aufgrund unseres Wahrsagens gehol ... Beep. Vielen Dank für Ihren Anruf.

Das war vorhersehbar!

Montag, 2. November 2009

Stilblüten in Uniform (8)

Halloween-Grippe oder spukt in der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Viersen etwa ein brauner Geist?

In einer entsprechenden Meldung heißt es, "die Kreispolizei wurde Opfer entarteter Halloweenrituale", weil Unbekannte die Haustür einer Polizeistation mit roter Farbe voll sprühten.

Stilblüten in Uniform (8) | mY bloGAls „entartet" betrachteten die Nazis alles, was mit ihren rassentheoretischen Begründungen kollidierte.

Auch der Erzbischof von Köln, Kardinal Joachim Meisner, hat sich offenbar mit dem Spukvirus infiziert. Bezeichnete er doch jede nichtreligiöse Kunst und Kultur in seiner Festpredigt zur Einweihung des neuen Diözesanmuseums Kolumba als „entartet“.

Mein Gott, wo bleibt der Impfstoff?

Freitag, 30. Oktober 2009

Goldener Oktober

Von wegen! Berlin und Brandenburg zählten im Oktober zu den kältesten Bundesländern, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seinem Monatsfazit.

Mit insgesamt 93 Stunden Sonnenscheindauer verfehlte der goldene Oktober deutlich den vieljährigen Klimawert von 108 Stunden. Wen wundert es, dass auch der Osten Deutschlands ein Defizit an Sonnenscheinstunden aufwies.

| mY bloG

Foto: Seiner selbst

Mit etwa 74 Litern pro Quadratmeter übertraf der Oktober in Deutschland sein Regensoll um über 30 Prozent. Besonders feucht war es mal wieder im Osten, wo der übliche Monatsdurchschnitt teilweise um mehr als 100 Prozent übertroffen wurde.

Heiß her ging es dagegen in Mühlheim/Breisgau am 7.10.: Hochsommerliche 31 Grad Celsius ließen den Rest der Republik kalt. Herbstrekord.