Freitag, 19. November 2010
Googles Fleckenparade
Endlich! Street View nun auch Made in Germany. Die deutschen Straßenansichten wurden zunächst aber nur für 20 Städte frei gegeben. Zum Beispiel Hamburg. Denn dort residiert Google in der ABC-Straße 19 und schickte gleich seine Mitarbeiter zum kollektiven Cheerleading auf den Bürgersteig: Yes, we scan!
In der Münchener Dienerstraße – gleich neben Dallmayr – gab es allerdings kein Begrüßungskomitee vor der Haustür. Ganz im Gegenteil! Ein Mieter der Nummer 12 hatte die "Gebäude-Anonymisierung" verlangt, und so musste sich Google wohl oder übel selbst verpixeln. Ja mei.

Aber nur auf den ersten Blick! Denn etwas aus der Ferne herangezoomt, wird der digitale Vorhang wieder gelüftet und dem Betrachter erscheint die völlig unverpixelte weiße Fassade. Da schau' her!

Auch die automatisierte Gesichtsverfremdung funktioniert noch lange nicht optimal. Der männliche Kopf auf dem nackten Oberkörper dieses Reklamefotos im Schaufenster wurde von der Software verschleiert. Jedoch bleiben das Konterfei eines Jazzmusikers sowie die römische Gesichtsmaske auf den Plakaten einer Litfaßsäule unretuschiert.

Auch Hunde werden (noch) nicht verpixelt.

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